Neues Jahr und alles auf Anfang

Neues Jahr und alles auf Anfang

Mein letzter Beitrag ist vom 12.12. und damit gefühlt ewig her. In der ganzen Zeit ist bei uns so einiges passiert und ich hatte weder Zeit noch Nerven für den Blog. Ihr glaubt aber gar nicht, wie sehr ich das Schreiben und den Austausch mit euch vermisst habe. Aber Stück für Stück:

Arbeitsalltag:

Seit dem 3.1. gehe ich wieder arbeiten. Ich habe meine alte Stelle angetreten und arbeite dort 20h pro Woche. Heißt konkret von ca. 7:30-11:30 Uhr. Danach habe ich zu Hause noch 1-2 Stunden, um an meiner Selbstständigkeit zu arbeiten (da erfahrt ihr ganz bald mehr) oder mal einen Handgriff im Haushalt zu machen und dann hole ich schon die Mäuse aus dem Kindergarten ab. Der Tag könnte aktuell 48h haben und es würde nicht reichen um allem gerecht zu werden, von Zweisamkeit mit meinem Mann ganz zu schweigen.

Außerdem schulde ich euch noch ein

Update zu unserer Eingewöhnung:

Der Kleine macht sich inzwischen sehr gut in der Kita und diese Woche konnten wir dann sagen: Eingewöhnung abgeschlossen. Hurra, nach dem Start eine große Erleichterung. Leider ist er noch sehr oft krank und wir kämpfen ständig mit Bronchitis oder anderen Kindergartenviren. Heißt im Moment: 1 Woche Kita und dann erstmal wieder 1 Woche zu Hause.

Neues Jahr und alles auf Anfang
armes krankes Häschen

Ihr könnt euch denken, wie es da um unsere Kind-krank-Tage so steht. Ende Januar! Aber trotz allem lässt er sich morgens abgeben ohne Weinen und ist im Kindergartenalltag voll und ganz angekommen. Er spielt alleine, isst schön am Tisch mit und schläft gut. Das beruhigt mich natürlich sehr, da ich mir doch so einige Gedanken um ihn gemacht habe und schon im Kopf hatte, wie es wäre, ihn zu Hause zu lassen (nicht wirklich machbar).

Prinzessin:

Ansonsten hat uns auch die Prinzessin so einige Sorgen bereitet. Zusätzlich zu ihrer etwas anstrengenden Art (mit der wir inzwischen ganz gut klar kommen) hat sie uns ganz oft Sätze um die Ohren gehauen, wie:

“Ihr wollt mich nicht!”

“Ihr habt mich nicht lieb, ich suche mir eine andere Familie!”

und am schlimmsten: “Ich will sterben!”

Da steht man dann vor seiner 5jährigen Tochter und es fehlen einem sämtliche Worte. Natürlich haben wir dann oft und viel mit ihr gesprochen aber es wurde einfach nicht besser. Die Kinderärztin hat uns dann zur Psychologin überwiesen. Bei ihr kamen wir aber keinen Schritt weiter. Ihre grobe Aussage: “Sie machen schon alles richtig, so!” Das klingt zwar erstmal nett, hilft mir aber so überhaupt nicht weiter, da das Problem ja weiter besteht und ich wirklich Angst habe, dass sie irgendwann mal wegläuft.

Neues Jahr und alles auf Anfang
zuckersüße Prinzessin

Also müssen wir auch hier eine eigene Lösung für uns finden. Das sieht im Moment noch so aus: viel Ruhe reinbringen, ständig versichern, dass wir sie lieben und mehr Zeit für sie allein einplanen, was natürlich sich nicht immer so klappt, wenn wir schon so kaum Zeit für irgendwas haben. Trotzdem fahren wir damit einigermaßen gut, und falls es sich noch weiter verschlimmert, müssen wir eine neue Psychologin suchen, die vielleicht einen anderen Ansatz hat.

Was wir mit Sicherheit wissen: Sie ist sehr intelligent (hat sich unter anderem schon selbst das Lesen beigebracht) und versucht uns vermutlich zu testen. Hier ist mir aber das Risiko zu hoch, darauf zu vertrauen, dass es nur eine Phase ist und ich möchte das wirklich ernst nehmen.

Zum Großen:

Auch der sonst so unkomplizierte Große brauchte etwas mehr Aufmerksamkeit. Wer mir auf Twitter folgt, hat es vielleicht mitbekommen. Er hat Panik vor dem Schulschwimmunterricht. Er kann einfach nicht tauchen und hat eine furchtbare Lehrerin erwischt, die ihn immer wieder dazu zwingt und anschreit. Also lag er teilweise Sonntagabend im Bett und hat geweint, weil er Montag zum Schwimmunterricht muss. Ein Gespräch mit der Lehrerin brachte rein gar nichts und immer das Schwimmzeug vergessen war natürlich keine Lösung. Also habe ich meinen Hausarzt um eine Befreiung gebeten. Dieser darf aber nur für 4 Wochen befreien, danach muss man zum Amtsarzt. Dort waren wir auch, aber leider ohne Erfolg.

Nach den Winterferien soll er wieder gehen und schon jetzt hat er Panik davor. Auch hier fehlt uns noch eine gute Lösung. Die Twitterdiskussion und auch die Whattsappgruppe der Klasse hat aber zu Tage gebracht, dass er bei Weitem kein Einzelfall ist und ich finde das sehr erschreckend, wie man kleinen Kindern so den Spaß am Schwimmen und am Wasser überhaupt vermiesen kann. Gerade hier sollte man doch etwas Einfühlungsvermögen besitzen und auf die Kinder eingehen. Wunschdenken, wie es scheint.

Was ich bei ihm aber absolut unglaublich finde, ist sein Ehrgeiz, wenn es um den restlichen Schulstoff geht. Er hat fast nur 1en oder 2en in der Schule und möchte immer der Beste sein. Außerdem ist er immer noch so wahnsinnig einfühlsam und hat ein feines Gespür für die Gefühle anderer. Das erleichtert mir oft den Alltag.

Neues Jahr und alles auf Anfang
schon so groß

Schimmel und Zeit für mich:

Damit es nicht langweilig wird, haben wir auch noch Schimmel in der Wohnung. IM Schlafzimmer ist es “nicht schlimm genug” um etwas zu tun und so müssen wir uns selbst etwas einfallen lassen. Zumindest in der Küche kümmert sich die Hausverwaltung drum. Braucht ja auch kein Mensch.

Und jetzt mal was Schönes: ich hatte Ausgang! Für mich allein, so ganz ohne Kind. Ich war mit meiner lieben Nachbarin zur Artnight (unbezahlte Werbung) und durfte dieses schöne Kunstwerk zaubern:

Neues Jahr und alles auf Anfang
Ist das Kunst, oder kann das weg?

Das Malen hat echt Spaß gemacht und die nächste Artnight ist jetzt auch schon gebucht. Mal etwas abschalten, schadet ja auch nicht.

Kaputtes Knie:

Zu guter Letzt hatte auch ich noch schlechte Nachrichten, denn ich habe mir (mal wieder) die Kniescheibe rausgedreht. Da sie nicht von selbst wieder zurückging, musste ich sie wieder an die richtige Stelle drücken. Das tat natürlich tierisch weh und ich war 2 Tage kaum fähig zu laufen.

Nicht einen vollen Monat habe ich es ohne Krankschreibung geschafft, auf Arbeit zu gehen und das nervt mich tierisch. Da es diesmal aber so schlimm war, musste ich direkt noch ins MRT und habe jetzt einen Termin bei einem sehr guten Kniechirurgen. Vermutlich komme ich nicht um eine OP herum. Wie das, quasi bewegungsunfähig, mit 3 Kinder gehen soll, das weiß ich auch noch nicht. Wir werden sehen…

hat vielleicht jemand von euch Erfahrung mit so einer OP und kann mir etwas die Angst nehmen?

Ein Kommentar zu „Neues Jahr und alles auf Anfang“

  1. Hallo Sandy,

    wollte zum Schwimmunterrichts-Thema einen kurzen Hinweis da lassen. Unsere hat leider erst nächstes Jahr schwimmen. Da kann ich leider nicht aus Erfahrung sprechen. Aber bei unserer Großen klappte das Tauchen plötzlich, als sie eine schwimmbrille aufgesetzt hatte. Ist das im Unterricht erlaubt?
    Ich hoffe es findet sich eine Lösung!
    Viele Grüße
    Wiebke

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