Eingewöhnung vom Zauberbaby

Eingewöhnung vom Zauberbaby

Das Zauberbaby wird groß und somit ändert sich der Name zu: Zauberkind. Außerdem hatten wir heute den Start unserer Eingewöhnung in der Kita. Und ich sage bewusst, unsere Eingewöhnung, weil es mir anscheinend schwerer fällt als ihm und ich somit auch mit eingewöhnt werden muss. Da ich nicht jeden Tag einen Eingewöhnungsbeitrag veröffentlichen möchte, werde ich hier jeden Tag einen kleinen Bericht ergänzen…es lohnt sich also wiederzukommen.

Eingewöhnung vom Zauberbaby
Ab sofort ist der Kleine ein Schneckchen

Tag 1:

Nach einer mehr als bescheidenen Nacht startete der Tag nicht so besonders. Auch morgens wollte der Kleine einfach nicht noch einmal schlafen und so habe ich ihn in den Kinderwagen gepackt und bin die Strecke bis zum Kindergarten gelaufen. Da konnte er im Wagen noch eine halbe Stunde schlafen und ausgeruht in die Eingewöhnung starten. Die Erzieherin hat ihn auch gleich total lieb empfangen.

Er durfte im Morgenkreis mitmachen und hat auch sofort begeistert mitgeklatscht. Danach hat er sich einen Spielzeugstaubsauger geschnappt und ich war die nächsten 1,5 Stunden abgeschrieben. Er hat nicht mal geschaut, wo ich bin. Auch mit den anderen Kindern hatte er viel Spaß. Das war toll, zu beobachten. Als er dann müde wurde, haben wir für heute abgebrochen.

Das Zauberkind ist jetzt ein kleines Schneckchen.

Zu Hause ist er dann recht schnell eingeschlafen, er war völlig kaputt. Die vielen Eindrücke müssen die Kleinen halt doch erstmal verarbeiten und das habe ich dann auch am Abend gemerkt, denn er ist nur auf meinem Bauch eingeschlafen und brauchte sehr lange um zur Ruhe zu kommen. Mal schauen, wie die Nacht so wird.

Morgen werden wir das erste Mal eine kurze Trennung  versuchen.

Tag 2:

Nachdem der Kleine gestern ganz plötzlich noch furchtbar wund geworden ist, hatten wir wieder eine schlaflose Nacht. Er hat ganz viel geweint und gejammert, weil er vermutlich Schmerzen hatte. Das tat mir so so leid. Jetzt bin ich mir nicht sicher, ob es gerade Zufall war oder ob er auf die Eindrücke von gestern tatsächlich körperlich reagiert hat. Wir werden sehen. Auf jeden Fall habe ich jetzt eine gute Salbe, um ihm zumindest die Schmerzen zu nehmen.

Wir sind also auch mit keinen hohen Erwartungen in die Kita gekommen.

Da er trotz Müdigkeit sehr schnell alleine und auch mit der Erzieherin gespielt hat, haben wir eine kurze Trennung versucht. Das ging erstaunlich gut, er hat sich von ihr trösten lassen und sie gut angenommen aber nach 45min haben wir abgebrochen, weil die Müdigkeit zu groß wurde. Um es ihm nicht zu schwer zu machen, machen wir langsamer weiter. Wir versuchen jeden Tag eine Stunde und schauen, wie es ihm damit geht. Und wenn es mehrere Wochen dauert, dann ist das eben so.

Tag 3:

Es wird nicht besser. Das kenne ich von den zwei Großen nicht. Da konnte ich bei beiden am 3. Tag nach Hause gehen, weil das einfach so lief. Ist beim Zauberkind so gar nicht dran zu denken…Die Nacht war zwar besser und er hat morgens auch noch eine halbe Stunde im Wagen geschlafen aber gereicht hat das noch lange nicht.

Nach einer Stunde mussten wir wieder abbrechen, weil er sich nicht mehr beruhigen ließ. Zumindest eine halbe Stunde Trennung haben wir geschafft aber der Preis erscheint mir doch recht hoch. Zu Hause hat der Kleine nämlich eine Stunde lang durch geschrien. Das ist zwar seine Art Stress zu verarbeiten aber das hätte ich ihm gern erspart. Zusätzlich hat er jetzt auch noch eine Schniefnase. Das macht es nicht einfacher und ich denke, das wird noch länger dauern. Ich könnte gerade nicht dankbarer für meinen Resturlaub sein, der mir die Zeit ermöglicht, die wir brauchen.

Tag 4:

Die Erzieherin hat sich viele Gedanken gemacht und wir haben heute die Strategie geändert. Ich habe den Kleinen dann direkt an der Tür abgegeben und sollte mich in einen anderen Raum zurückziehen. Dort saß ich dann und habe gewartet und gewartet…aber es kam keiner…nach 2h kam sie dann mit meinem Engel auf dem Arm. Er hat mich kurz angestrahlt und dann bitterlich angefangen zu weinen, war aber sofort ruhig als ich genommen habe und hat sich angekuschelt.

Es muss viele Höhen und Tiefen gegeben haben aber er hat die Obstrunde schon mitgemacht und schön gespielt. Als es ihm zuviel wurde, hat er sich an die Erzieherin angekuschelt und sich trösten lassen. Auch wenn mir dieser Weg schwer fällt, aber ich glaube für ihn ist es besser so.

Auf dem Nachhauseweg hat er dann noch 30min geschrien um seine Anspannung loszuwerden. Danach ist er eingeschlafen und der restliche Tag lief dann wieder ganz normal, wie vor der Eingewöhnung.

Eingewöhnung vom Zauberbaby
diese süße Schnute.Ich liebe den so sehr.

Tag 5:

Es wird… heute habe ich ihn wieder an der Tür abgegeben. War aber gar nicht schlimm, er hat sich gefreut, seine Erzieherin zu sehen. Danach bin ich tatsächlich Frühstücken gegangen. Nach 2,5 h sollte ich wieder kommen. Da waren die Kinder aber noch beim Spaziergang. Nach einer weiteren halben Stunde kamen sie dann alle zurück. Mein Engel hat geschlafen und zwar bei der Erzieherin in der Trage. Das war ein unglaublich schönes Bild und hat mich gleich wieder in der Wahl unserer Kita bestätigt. Sie tragen die Kinder, wenn nötig. Das ist genial und ich bin so froh, dass es heute gut lief.

Woche 2

Tag 6:

Woche 2 und wir starten direkt damit, den Kleinen an der Tür abzugeben. Fand er nicht ganz so toll. Aber da wir etwas zu zeitig waren, hat die Erzieherin ihn direkt mit an den Frühstückstisch gesetzt und er durfte mitessen. Dadurch hat er sich recht schnell beruhigt und ich konnte nach Hause fahren. Er war dann heute insgesamt 3 Stunden alleine und hat wohl schön gespielt und sich auch von einer anderen Erzieherin trösten lassen, wenn es Probleme gab. Als ich ihn abgeholt habe, gab es auch wieder ganz kurz Tränen. Sobald er auf meinem Arm ist, kuschelt er sich aber an und wird ruhig. Das Feedback war: es wird immer besser und er gewöhnt sich langsam an die neue Situation. Morgen fangen wir noch etwas früher an und er darf mit seiner eigenen Brotdose und mit den anderen Kindern frühstücken. Stück für Stück wird es…

Eingewöhnung vom Zauberbaby
Die erste Brotdose für das Zauberkind.

Tag 7:

Heute haben wir das Zauberkind zusammen mit der Prinzessin schon im Frühdienst abgegeben. allerdings war seine Erzieherin schon da und hat ihn direkt übernommen. Das Frühstück fand er wohl gut, aber sitzen bleiben versteht er noch nicht und da muss er wohl etwas gezetert haben. Danach hat er sich an die Erzieherin gekuschelt und die zwei haben sich zurückgezogen damit er etwas zur Ruhe kommen konnte. Schlafen ging nicht, da es viel interessanter war, was die anderen Kinder tun.

Als ich ihn abgeholt habe, konnte ich ihn schon an der Tür hören. Aber nicht, weil er traurig war, sondern weil er Wut hatte, da sie ihn nicht in der Toilette spielen lassen wollten. Er zeigt also ziemlich gut, was er will und ich muss sagen, ich gebe ihn jeden Tag mit etwas leichterem Herzen ab, denn ich habe nicht das Gefühl, dass es ihm schlecht geht und diese langsame Variante ist glaube ich auch gut für ihn…

Ein Kommentar zu „Eingewöhnung vom Zauberbaby“

  1. Pingback: 12 von 12 im November 2018 - Ein Haufen Liebe

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.