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Vereinbarkeit mit Montage? – am Arsch!

Vereinbarkeit ist sicher bei vielen von euch ein leidiges Thema. Leider wird es immer wieder notwendig, sich neu abzustimmen bzw. zu organisieren. In letzter Zeit häufen sich nämlich leider mal wieder die Montageeinsätze meines Mannes. Und das meist recht kurzfristig. Freitag erfährt er, dass er am Montag für eine Woche (oder länger) weg muss. Im besten Fall wissen wir eine Woche vorher Bescheid, dass ein neuer Einsatz kommt.
Relativ oft kommt es auch vor, dass die Einsätze noch einmal geändert werden und ich bereits verschobene Termine noch ein zweites Mal verschieben muss. Bei meinem Zahnarzt kann ich mich schon bald nicht mehr blicken lassen, weil ich im letzten Jahr keinen Ersttermin wirklich wahrnehmen konnte.
Am schlimmsten sind Arzttermine für die Kinder, die man 3 Monate im Voraus bekommt und bei denen ich ungern mit beiden hingehe, da ich mich sonst nie 100% auf das Gespräch konzentrieren kann.

Auch mein Job wird schwieriger wenn ich allein mit den Kindern bin, da ich nie auf meine volle Arbeitszeit komme ohne die Betreuungszeit im Kindergarten zu überschreiten. Zu meinem Glück habe ich Gleitzeit und kann kommen und gehen, wann immer ich möchte, ohne Ärger zu bekommen. Bei jedem anderen Job hätte ich längst die Kündigung auf dem Tisch.

weitere Probleme/Ängste die ich in Montagezeiten habe:

– beide Kinder ins Bett bringen ist schwierig, da die Kleine noch eine Einschlafbegleitung benötigt (1-2 Stunden) und ich den Großen nicht so lange vertrösten kann bzw. möchte – oft steht er in der Tür und hat noch eine Frage oder benötigt etwas und ich fange mit der Kleinen bei Null an, da sie wieder hellwach ist

– ich muss Auto fahren um alles pünktlich zu schaffen und das mag ich eigentlich gar nicht, vor allem in der Stadt mit wenig Parkmöglichkeiten

– der Haushalt kommt völlig zu kurz und muss am Wochenende erledigt werden, was die Familienzeit noch mehr einschränkt

– was ist, wenn mir mal was passiert? – ich habe keine andere Betreuung für die Kinder, die schnell und unproblematisch einspringen könnte

– Einkäufe mit den Kindern erledigen – das nervt mich und die Kinder gleichermaßen

– ich muss mich noch besser organisieren als sonst, um nichts zu vergessen – und ich bin seit den Schwangerschaften noch viel vergesslicher als vorher.

– oft vergesse ich, Termine mit dem Mann abzusprechen

– ich bin unausgeglichen und wesentlich schneller genervt. Ich kann mich in diesen Zeiten selbst kaum leiden und ich kann mir denken, wie es den Kindern dabei geht.

– mir fehlt der Mann – er gibt mir Halt, kann mich trösten und ist sonst einfach für mich da – die Telefonate spät am Abend reichen mir einfach nicht aus, um alles loszuwerden

– ich habe niemanden zum reden und kann meine „Problemchen und Sorgen“ des Tages nicht loswerden – das staut sich dann auf und platzt am Wochenende alles gleichzeitig aus mir raus

– und das allerschlimmste: ich fühle mich allein gelassen und streite deswegen mit dem Mann – auch wenn ich weiß, dass es nicht seine Schuld ist

wie löse ich die Probleme?

-ich nutze die freie Zeit, die ich habe, für mich und versuche abzuschalten um ruhiger zu werden bzw. zu bleiben

– ich habe gelernt, den Haushalt in dieser Zeit zu ignorieren bzw. nur das Nötigste zu tun
– gute Vorbereitung ist wichtig: Großeinkauf wird vorher erledigt, genauso wie laufend anfallende Aufgaben ( Wäsche etc. )
– ein Menüplan für die ganze Woche erspart Zusatzeinkäufe und lange Diskussionen ums Essen
– ich habe zwei Kalender: einen Planer für mich mit allen Terminen und Aufgaben für die ganze Familie und einen Familienplaner im Flur mit den Terminen, die für den Mann relevant sind – aufgeteilt nach Familienmitgliedern
 
– ich nehme Hilfe an. Eine Freundin möchte mit Kind zum Spielen kommen? Aber gern doch! Gemeinsame Mahlzeiten und Betreuung. Was will man mehr?
 
– ich nehme mir an den Abenden nichts mehr vor. Wenn die Einschlafbegleitung mal wieder länger dauert, bin ich dann nicht enttäuscht, wenn ich nichts mehr schaffe.
 
– Papierkram wird wenn möglich aufs Wochenende verschoben 
 
– wir bleiben viel zu Hause ( in Wohnung bzw. Hof mit Spielplatz), so entgehe ich dem Stress immer beide im Auge haben zu müssen
 
– und ganz wichtig: sobald der Mann wieder da ist: Kuschelzeit!!!

2 Kommentare zu „Vereinbarkeit mit Montage? – am Arsch!

  1. Meine Lösungen, die hier eigentlich immer gut klappen…

    ins Bett bringen: ich habe mir tatsächlich angewöhnt zuerst den Großen ins Bett zu bringen mit allem Tamtam, vorlesen, singen und Fragen aller Art beantworten… Dann habe ich danach stressfreier die Möglichkeit meine Kleine in den Schlaf begleiten zu können. Funktioniert hier wirklich gut.

    Arzttermine mache ich auch alleine mit beiden Kindern, sonst könnte ich wohl nie hin 😉 … Ich sehe da sogar Vorteile drin. Wenn mein Sohn dabei ist, kann er meine Tochter etwas beaufsichtigen und beide können zusammen spielen – insbesondere beim Zahnarzt! #protipp Auch beim Kinderarzt nehme ich fast lieber beide mit – habe deshalb auch die U7 und die U9 auf den gleichen Termin gelegt – der Mann arbeitet da bestimmt. Ich mach mich einfach vom Kopf her schon nicht mehr abhängig von der Voraussetzung, dass er kann. Es wird mich letztendlich nur enttäuschen. Ich kann das auch alleine und sogar ganz gut.

    mach dich also erstmal vom Kopf her frei, dann klappt es auch meist besser 🙂 Traust du dir selbst mehr zu, wird es dir dann auch leichter fallen!

    Liebe Grüße
    Mother Birth

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  2. Hallo, Danke für die Tipps. Das mit dem Ins-Bett-Bringen machen wir auch schon genauso, trotzdem hat er meist noch etwas und kommt nochmal zu uns. Vermutlich auch, weil er uns noch hört. Mit den Arztterminen hast du allerdings recht, im Kopf umplanen macht Sinn. Ich wünsche dir noch einen schönen Abend.

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