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Aus dem alten Blog: Geburtsbericht vom Krümel

Da mein Großer morgen schon 5 (!) Jahre alt wird, gibt es heute nochmal den Geburtsbericht für euch.

Krümel kommt:

Nachdem ich bereits 4 Tage über dem errechneten Tag war und jetzt immer hibbeliger wurde, ging es morgens los mit leichten Wehen. Noch nicht wirklich relevant, aber da war was. Einfachste Lösung war, zu meiner Oma zu fahren. Sie wohnt in der Nähe der Arbeitsstätte meines Mannes und dort war ich gut aufgehoben. Nachdem die Wehen nun also doch immer stärker wurden, habe ich meinen Mann nach zwei Stunden schon wieder angerufen und wir sind in meine Wunschklinik gefahren. Dort wurde ich schon geboren und ich hatte auch nur Gutes gehört. Was anderes als ein Krankenhaus kam für uns nie in Frage, das konnte ich mir nicht vorstellen oder empfand es als zu gefährlich im Notfall.

In der Klinik angekommen begann der übliche Weg, erstmal ans CTG. Da waren zwar Wehen zu sehen aber noch recht gedämpft. Also sind wir spazieren gegangen. Runde um Runde um das Krankenhaus herum. Zum Glück war mein Mann da, der mich bei jeder Wehe gestützt hat.
Gegen Mittag kam dann noch meine Mama dazu. Ich wollte sie gern dabei haben, da sie mich ziemlich gut kennt und unterstützen konnte. Das war zum Glück auch kein Problem. Ich glaube sogar, die Hebamme war froh, dass ich versorgt war, so konnte sie uns immer mal wieder alleine lassen und sich um die anderen werdenden Mamas kümmern. Zu dritt kamen wir gut zurecht.

Im Verlauf des Nachmittags bin ich dann in die Badewanne gegangen, das war eine Zeit lang super aber irgendwann auch nicht mehr das Richtige für mich, also wieder raus und laufen. Liegen ging zu dem Zeitpunkt gar nicht. Entweder stehen oder zumindest irgendwie aufrecht sein. Die Hebamme hat im Rahmen des Möglichen alles mitgemacht, was ich mir in den Kopf gesetzt hatte, das war toll, ich konnte frei entscheiden. Auch dass ich keine PDA mochte, war okay. Als ich mich dann kurz vor Ende umentscheiden wollte, war es schon zu spät. 😉

Während der letzten Stunde der Geburt wurden die Herztöne von Krümel immer schlechter und ich hatte einfach keine Kraft mehr. Da habe ich dann noch unterstützend einen Wehentropf bekommen und die Ärztin wurde gerufen. Sie war sehr schnell vor Ort und auch sehr nett. Letztendlich kam es zu einem Dammschnitt und der Kleine wurde mit der Saugglocke geholt um das Ganze zu beschleunigen und ihn keiner Gefahr auszusetzen. Alles kein Problem und ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt.

Und dann war er da, dieses kleine 54cm große Würmchen. Ich habe ihn dann sofort auf den Bauch bekommen, wo er auch ziemlich lange liegen durfte. Zwischendurch konnte mein Mann noch die Nabelschnur durchschneiden und ich wurde medizinisch versorgt aber ich durfte die ganze Zeit kuscheln. Das war so schön. Alle Schmerzen der Geburt waren vergessen. Auch das erste Anlegen erfolgte noch im Kreissaal.

3 Tage bin ich dann noch im Krankenhaus geblieben und wurde dort sehr gut betreut. Leider hat unser Krümel am Anfang schlecht getrunken. Er hatte immer seine Unterlippe in den Mund gezogen und so ging es natürlich nicht, mit dem Saugen. Auch hier waren die Hebammen super, sie hatten viele Ideen und haben mich gut beraten. Mit abpumpen und Stillhütchen und allem drum und dran haben wir es dann doch noch hinbekommen mit dem Stillen und nach kurzer Zeit hat es zum Glück auch ohne jegliche Hilfe geklappt.

Schnell stand deshalb unser Entschluss fest: das zweite Kind wird genau an der gleichen Stelle geboren.

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